Abgerutschte Boeschung

Wiederaufbau der Volmetalbahn 

Massive Stützwandkonstruktionen sollen den Bahndamm stabilisieren

Auch in und um Hagen hat die Flut im Juli 2021 für Überschwemmungen und über die Ufer getretene Flüsse gesorgt – unter anderem die Volme war betroffen. Durch das Hochwasser der Volme ist die Volmetalbahn auf dem ca. 25 Kilometer langen Streckenabschnitt von Hagen über Rummenohl bis Lüdenscheid-Brügge stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Seit Ende 2021 fahren zwischen Hagen und Rummenohl wieder Züge. Den Abschnitt von Rummenohl bis Brügge hat es stärker getroffen: Die laufenden Wiederaufbauarbeiten sollen im Dezember 2022 fertiggestellt sein.

Zwei gravierende Böschungsrutsche unterhalb der Bahnstrecke zwischen Rummenohl und Brügge haben schwere Schäden an der Infrastruktur verursacht und halten die Expert:innen der DB auf Trab: Ein Böschungsrutsch fand zwischen den Stationen Dahlerbrück und Schalksmühle statt, ein anderer ca. 1,5 Kilometer weiter in Höhe der Station Schalksmühle. Diese haben dazu geführt, dass große Teile des Gleisunterbaus weggespült worden sind. Die Stabilität des Bahndamms ist somit nicht mehr gegeben – die Strecke kann nicht befahren werden.

Böschungsrutsch

BöschungsrutschDB Netz AG

Um den Bahndamm zu stabilisieren und auch für zukünftige Hochwasserereignisse besser zu schützen, baut die DB in diesen Teilbereichen massive Stützwandkonstruktionen auf mehreren 100 Metern Länge. Zusätzlich wird der Böschungsfuß mit Wasserbausteinen befestigt werden. Seit August 2022 laufen die Wiederaufbauarbeiten hier auf Hochtouren. Die schwer zugänglichen Schadensstellen direkt im Flussbett der Volme stellen die Bauteams dabei vor zusätzliche Herausforderungen. Auch die Baustellenlogistik gestaltet sich dadurch als sehr anspruchsvoll.

Im Vorfeld dieser Bauarbeiten haben die Expert:innen umfangreiche Vermessungsarbeiten, Baugrunduntersuchungen sowie Rodungen auf dem Abschnitt durchgeführt. Auch einige kleinere Instandsetzungsarbeiten konnten die Bauteams auf dieser Strecke bereits erledigen, wie z.B. an der Leit- und Sicherungstechnik – diese dient der Steuerung von Signalen und Weichen – und Oberbauarbeiten.

Auch im Bereich des Bahnhofs Rummenohl hat die DB Schäden an einer Böschung festgestellt und muss diese deshalb sanieren. Dazu haben die Bauteams planmäßig im Frühjahr 2022 begonnen, an einer neuen Stützkonstruktion oberhalb der Gleise zu arbeiten. Im September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Ein sicherer Bahnbetrieb ist aber bereits seit Dezember 2021 möglich, da das befahrene Gleis geräumt wurde und von dem Bahndamm keine unmittelbare Gefahr mehr ausgeht.

Seit dem 12. Dezember können Reisende auch auf dem ersten Abschnitt der beschädigten Volmetalbahn – von Hagen Hauptbahnhof bis Rummenohl – wieder mit dem Zug fahren. Im Gegensatz zum Abschnitt von Rummenohl bis Brügge waren die Schäden hier nicht ganz so komplex und konnten zügig behoben werden: Für den Wiederaufbau haben die Bauteams umfangreiche Hangsicherungs- und Böschungsarbeiten durchgeführt, den Oberbau erneuert und Eisenbahnüberführungen instandgesetzt.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über wichtige Projektfortschritte des Wiederaufbaus.

Zur Newsletter-Anmeldung