Neues Versorgungskonzept beschleunigt die Elektrifizierung

Wir haben gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TUD) und dem Institut für Bahntechnik (IFB) ein neues Bahnenergieversorgungskonzept entwickelt. Mithilfe dieses Konzepts soll die Elektrifizierung der Eifelstrecken beschleunigt werden.

Neues Verfahren für die Stromversorgung

Die Bahnenergieversorgung wird in Deutschland überwiegend mit 110 kV-Hochspannungsleitungen und Unterwerken gewährleistet. Die Realisierung von neuen 110 kV-Hochspannungsleitungen mit Unterwerken für Neueinspeisungen in die Oberleitung dauert erfahrungsgemäß mehrere Jahrzehnte. Um die Elektrifizierung der Eifelstrecken schnellstmöglich zu realisieren, haben wir mit der TU Dresden und dem IFB ein neuartiges Konzept für die Bahnenergieversorgung entwickelt.

Das neue Konzept läuft parallel zur Eifelstrecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Trier-Ehrang auf der Oberleitungsanlage oder abschnittsweise per Kabel. Ausgehend von den Netzkupplungen wird die Energie über 2x25 kV-Verbindungsleitungen verteilt und über die Unterwerke in die Oberleitung gespeist. Für die Verbindungsleitungen können bereits am Markt vorhandene Komponenten genutzt werden. Dadurch müssen keine neuen Hochspannungsleitungen errichtet werden. 
Unser Ziel: deutlich schneller elektrifizierte Eifelstrecken.

Eine schematische Grafik zeigt die Bahnstromversorgung auf der Eifelstrecke. Dargestellt sind Energiequellen wie Wasserkraftwerke und Windräder, Stromleitungen, Umspannwerke und die Oberleitung, die den Zug mit Energie versorgt. Beschriftungen erklären die einzelnen Komponenten des Systems.
© DB Energie
Übersicht der geplanten Bahnenergieversorgung der Eifelstrecke

Durch Innovation schneller zur Elektrifizierung

Das neue Stromversorgungskonzept stellt bei diesem Projekt eine Besonderheit dar. Die Nutzung von 2x25 kV-Verbindungsleitungen ermöglicht es, dass die Elektrifizierung der Strecke stark beschleunigt werden kann.

Auf den Masten der Oberleitung werden 2x25 kV-Verbindungsleitungen mitgeführt. Das ist eine Besonderheit, die es nur auf der Eifelstrecke gibt. Der Strom wird quasi „Huckepack“ entlang der Oberleitungen transportiert. Dadurch müssen keine neuen Hochspannungsleitungen errichtet werden und die Realisierungszeit kann deutlich verkürzt werden.

Der Vorteil: Im Vergleich zu einer Hochspannungsleitung sind keine Stromschneisen notwendig. Die bestehende Bahntrasse kann als Stromtrasse genutzt werden. In bewohnten Gebieten können die Verbindungsleitungen sogar verkabelt werden.