Probefahrt der Ahrtalbahn

Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 

In 2021 zerstörte das Sturmtief „Bernd“ mehrere Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

Das Tief „Bernd“ verursachte zwischen dem 12. und 19. Juli 2021 in mehreren Regionen Deutschlands schwere Niederschläge und Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Auch die Infrastruktur der Deutschen Bahn (DB) wurde dabei stark beschädigt und in weiten Teilen zerstört. Die DB schätzt die Schadenshöhe auf 1,3 Milliarden Euro. Die Fluten hatten über 50 Brücken sowie Stationen, Haltepunkte und die Technik stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt waren 180 Bahnübergänge, knapp 40 Stellwerke und mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmasten betroffen. Seitdem läuft der Wiederaufbau auf Hochtouren: Ein Jahr nach der Flutkatastrophe waren 85 Prozent der zerstörten Infrastruktur wieder in Betrieb.

Der Stand des Wiederaufbaus im Überblick

EifelstreckeErftstadtEuskirchenEhrangUmfangreicheErneuerungu.a.vonGleisen,Bahnübergängen,Erdkörpern,Brücken,Durchlässen,KabelnundStellwerken10AachenDortmundKoblenzKoblenzKallMechernichNettersheimAhrbrückRemagenBadMünstereifelEuskirchenSatzveyAuw an der KyllKyllburgGerolsteinErftstadtHürth-KalscheurenRheinbachRheinbachBonnGeilenkirchenHerzogenrathHerzogenrathKölnrenHildenSolingenOpladensseldorfHagenBggeRummenohlPlettenbergEssenWuppertalBochum12346789121310WormsFreinsheimBadDürkheim14Wiederinbetriebnahme:VoreifelbahnBonnEuskirchenUmfangreicheErneuerungu.a.vonGleisen,Bahnübergängen,ErdkörpernundStellwerkstechnik1BochumWittenSchädenanGleisenimBereichBochum-LangendreerbehobenErfttalbahn(RB23)EuskirchenBadMünstereifelUmfangreicherWiederaufbaudeszersrtenBahndamms,ErneuerungvonGleisen,Bahnübergängen,BrückenundDurchlässen12Ruhr-Sieg-StreckeHagenPlettenbergUmfangreicheErneuerungvonOberbau,Erdkörper,Brücken,StellwerkundBahnübergängen63S-BahnRhein-RuhrLinie9EssenWuppertalInstandsetzungderGleise,Böschungen,Stützmauern,UferbefestigungenundVegetationKöln-HansaringrenSchädenanErdkörper,OberbauundGleis,Oberleitungsanlagen,Fundamenten,MastenundStützbauwerkenbehoben8HerzogenrathGeilenkirchenUmfangreicheErneuerungdesBahndamms94sseldorfHagenSchädenanOberbau,Erdbauwerken,OberleitungenundStützbauwerkenbehobenFreinsheimBadDürkheimUmfangreicherWiederaufbaudeszersrtenBahndamms14GrraumOpladen,Solingen,HildenGroßteilderArbeitenabgeschlossen,StabilisierungOberleitungsmastenerforderlich75Volmetalbahn(RB52)UmfangreicheErneuerungvonGleisenundWeichen,13AhrtalbahnRemagenAhrbrückWiederherstellungderkomplettenStreckeerforderlichu.a.NeukonzeptioneinesElektronischenStellwerks(ESTW)Bochum-DahlhausenHattingen(S3)SchädenanGleisenimBahnhofundTeilederStreckeRichtungHattingenbehoben211115

Flutupdate-KarteDeutsche Bahn AG

Auf dieser Seite informieren wir Sie über den aktuellen Stand des Wiederaufbaus der DB-Infrastruktur. Mehr Details finden Sie auf den folgenden Projektseiten:

Ahrstrecke

Weite Teile der Ahrstrecke wurden durch die Flut zerstört. Insgesamt waren über 14 Kilometer Strecke bis zum Haltepunkt Ahrbrück nicht mehr befahrbar. Ab Walporzheim waren sämtliche Anlagen weitestgehend verwüstet. Dies betrifft sowohl die Gleise sowie Brücken und Stützbauwerke als auch die Ausrüstung der leit- und sicherungstechnischen Anlagen und Bahnübergänge. Der erste Abschnitt zwischen Remagen und Ahrweiler wurde bereits im November 2021 wieder in Betrieb genommen.

Brücke Marienthal

Zerstörte Brücke bei MarienthalDeutsche Bahn AG

Eifelstrecke

Für die Instandsetzung der stark beschädigten Eifelstrecke hat sich die Deutsche Bahn einen ambitionierten Zeitplan gesteckt: Insgesamt soll die über 160 Kilometer lange Strecke von Hürth-Kalscheuren bis Trier-Ehrang bis Ende 2023 wieder befahrbar sein. Mit der Inbetriebnahme einiger Streckenabschnitte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht.

Eifelstrecke-Bild

Gleise an der EifelstreckeDB Netz AG

Erfttalbahn

Das Hochwasser der Erft hat besonders die Brücken auf der rund 14 Kilometer langen Strecke, von Euskirchen nach Bad Münstereifel, der Erfttalbahn hart getroffen: Zwei Eisenbahnüberführungen (EÜs) wurden gänzlich zerstört und müssen komplett erneuert werden. Eine weitere EÜ, einige Bahnübergänge sowie große Abschnitte des Oberbaus entlang der gesamten Strecke wurden stark beschädigt und werden umfangreich instandgesetzt. Ab August 2022 finden die Instandsetzungs- und Wiederaufbauarbeiten auf weiten Teilen der Strecke parallel an verschiedenen Stellen statt. Das Ziel: Bis Ende 2023 soll die Erfttalbahn wieder fahren können.

Erfttalbahn Brücke

Zerstörte Brücke auf der ErfttalbahnDB Netz AG

Voreifelbahn

Hier rollen die Züge auf der gesamten Strecke wieder: Bereits kurz nach dem Hochwasser war der erste Abschnitt zwischen Bonn und Rheinbach wieder befahrbar. Seit dem 1. Mai 2022 und damit früher als geplant können Reisende auch zwischen Rheinbach und Euskirchen wieder fahren. Für den Wiederaufbau haben die Bauteams u. a. zerstörte Bahnübergänge erneuert und instandgesetzt, Böschungen saniert sowie den Oberbau erneuert.

Bahnübergang Voreifelbahn

Bahnübergang an der VoreifelbahnDB Netz AG/Kai Seipel

Volmetalbahn

Auch in und um Hagen hat die Flut für Schäden an der Bahninfrastruktur gesorgt: Durch das Hochwasser der Volme ist die Volmetalbahn auf dem ca. 25 Kilometer langen Streckenabschnitt von Hagen über Rummenohl bis Lüdenscheid-Brügge stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Seit Ende 2021 fahren zwischen Hagen und Rummenohl wieder Züge. Auf dem Abschnitt von Rummenohl bis Brügge laufen die Wiederaufbauarbeiten: Hier saniert die DB abgerutschte Böschungen und errichtet massive Stützwandkonstruktionen, um den Bahndamm wieder zu stabilisieren.

Volmetalbahn Gleise

Abgerutschte Böschungen an der VolmetalbahnDB Netz AG

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